Was es für KMU zu beachten gilt

Städtische Nothilfe für Kleinstunternehmen und Selbständige.

Die neu geschaffene Nothilfe der Stadt Zürich für mittellose Kleinstunternehmende dient subsidiär dazu, die Zeit bis zum Erhalt der weiteren, vom Bund und Kanton in Aussicht gestellten Finanzmittel zu überbrücken. Ausgerichtet wird eine vorerst einmalige Pauschale von 2500 Franken pro Gesuch. Beiträge erhalten Selbständig Erwerbende sowie geschäftsführende Inhaberinnen und Inhaber von Kleinstunternehmen mit maximal zwei Vollzeitstellenwerten, die dringend auf einen finanziellen Beitrag zur Überbrückung bis zum Erhalt anderer Mittel angewiesen sind. Achtung: Die Frist für Gesuche läuft am 13.4.2020 ab!

Die detaillierten Anspruchskriterien und das Antragsformular finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/ku-nothilfe.

Massnahmenpaket des Kantons ZH

Kreditausfallgarantie für kleine und mittlere Unternehmen

Der Regierungsrat hat die Zürcher Geschäftsbanken dazu aufgerufen, den durch die Corona-Massnahmen betroffenen Unternehmen mit Darlehen beizustehen. Zwölf Banken beteiligten sich daran. Zur Abdeckung der Risiken hat der Regierungsrat eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken zugesichert. 

Voraussetzungen für die kantonale Kreditausfallgarantie:

  • Darlehen an Unternehmen mit einem Steuerdomizil im Kanton Zürich
  • Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitenden

Melden Sie sich bei Ihrer Geschäftsbank, wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen. Ihre Bank entscheidet über die Kreditvergabe und ist Ihre Ansprechstelle. Diese Massnahme ergänzt die rasche und unkomplizierte Handhabung von Gesuchen um Kurzarbeits- und Arbeitslosenentschädigung sowie von Sozialhilfe für persönliche Notlagen.

Massnahmen im Steuerbereich

Der Kanton Zürich hat die ordentliche Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2019 für natürliche Personen vom 31. März auf den 31. Mai 2020 verlängert.

Unternehmen, die mit Verlusten oder natürliche Personen, die mit Einkommenseinbussen rechnen, können eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnungen der Staats- und Gemeindesteuern verlangen.

Unternehmen und natürliche Personen können zudem Ratenzahlungen verlangen. Bei der direkten Bundessteuer können auch provisorische Rechnungen gestundet werden.

Der Kanton Zürich hat zudem den Verzugszins für die Staats- und Gemeindesteuern vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2020 von 4.5% auf 0.25% gesenkt. Bei der direkten Bundessteuer beträgt der Verzugszins vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 0%.

Lockerungen ab Ende April möglich

Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden gut umgesetzt und zeigen Wirkung. Sie wurden vorerst bis Sonntag, 26. April 2020, verlängert und sollen danach schrittweise gelockert werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 8. April entschieden. Über die Etappen der Lockerung entscheidet der Bundesrat am 16. April.

Fristen für Zahlungsrückstand bei Mietzinsen verlängert.

Auf Grund der aktuell schwierigen Lage haben viele Gewerbetreibende ein erhöhtes Risiko, in Zahlungsrückstand bei der Geschäftsmiete zu geraten. Um diesen Druck zu reduzieren, verlängerte der Bundesrat am 27.3.2020 die Frist von Artikel 257d Absatz 1 OR bei Wohn- und Geschäftsmieten von 30 auf 90 Tage, sofern die Mieterinnen und Mieter aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus mit der Bezahlung der Mietzinse in Rückstand geraten.

Die Fristverlängerung gilt für Mieten und Nebenkosten, die zwischen dem 13. März und dem 31. Mai 2020 fällig werden. Parallel dazu verlängerte er die Frist zur Zahlung fälliger Pachtzinse gemäss Artikel 282 Absatz 1 OR für Pächterinnen und Pächter von 60 auf 120 Tage unter den gleichen Bedingungen.

Massnahmenpaket des Bundes

Der Bundesrat hat ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von über 60 Milliarden Franken zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, Entlassungen zu vermeiden, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Als PDF können Sie von der Website des Bundes das Merkblatt “Übersicht Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen” downloaden.

Webinar von BDO

Angesichts der Coronavirus-Pandemie treffen die Unternehmensleiter Vorsichtsmassnahmen und arbeiten rund um die Uhr daran, Aktionspläne zur Minderung von Risiken und deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu formulieren – wobei es gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden und anderer Interessengruppen zu erfüllen gilt.

Der KGV empfiehlt seinen Mitgliedern die Unterlagen der Firma BDO*:
Leitfaden: Covid 19 – Was ist nun am Wichtigsten?
Artikel: Coronavirus und seine wirtschaftlichen Folgen
Webinar zum Thema Arbeitsrecht & Kurzarbeit

*BDO ist eine der führenden Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaften der Schweiz und Hauptsponsor des KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich.

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